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Heinz Dzewas

* 27.02.1926
† 07.08.2007
Erstellt von FUNKE Medien NRW GmbH
Angelegt am 07.08.2007
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Über den Trauerfall (1)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Heinz Dzewas, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau

09.08.2007 um 17:34 Uhr von VRS Media
Er erlebte eine, wie er fand, "sehr interessante Dorfkindheit" in Eveking und lernte früh, dass Menschen, die aus irgendeinem Grunde aus der Masse stechen, gerne stigmatisiert werden. Damals mag der Keim für das gelegt worden sein, was ihn sein Leben lang umtrieb: der Kampf gegen Ungerechtigkeit, Vorurteile, Zwänge aller Art. Beruflich stand er anfangs auf schwankendem Boden, dem eines Binnenschiffes. Krieg. Infanterieausbildung. Gerade noch rechtzeitig scheiterte sein Vorhaben, "zu den U-Booten" zu gehen. Nach Kriegsende kam der junge Mann in sowjetische Gefangenschaft. Vier Jahre und fünf Monate - für ihn prägende Jahre, "in denen der Tod und die Gier nach dem Leben immer eng zusammen lagen", wie er sich erinnerte. Dennoch zog er Positives aus der Lagerzeit in Estland. Er machte Erfahrungen, die ihn nachhaltig beeinflussen sollten, ihn bis zuletzt in der Friedensgruppe aktiv sein ließen. Er vertiefte sich in Bücher, bekam die Chance, Schulbildung nachzuholen, lernte so viele unterschiedliche Menschen kennen und schätzen wie danach nie wieder. Er behielt seinen Humor und entdeckte sein politisches Herz. Zurück in Eveking eilte ihm der Ruf voraus, Kommunist zu sein und ein schwieriger Arbeiter, der schließlich auf dem Bau Beschäftigung fand. Seiner Frau Ute folgte er 1950 nach Lüdenscheid. Zwei Söhne gingen aus der Ehe hervor. Inzwischen hatte er drei Enkel. Ihnen, und allen, die Heinz Dzewas kannten, bleibt das Bild eines leidenschaftlichen Kämpfers für Frieden und Verständigung im Herzen. Susanne Kornau